Die Jugendfeuerwehr Kreis Aachen von der Gründung

Die Jugendfeuerwehr Kreis Aachen von der Gründung, 1973 bis 1998

Auf eine 25jährige gemeinsame Geschichte schauen die fünf Jugendfeuerwehren aus Alsdorf, Lammersdorf, Stolberg, Würselen-Broichweiden und Würselen-Mitte in diesem Jahr zurück.

Am 5.Mai 1973 wurde im Rahmen des Kreisjugendfeuerwehrtages in Stolberg-Zweifall der Grundstock für die gemeinsame Zusammenarbeit der Jugendfeuerwehren gelegt.  Zum ersten Kreisjugendfeuerwehrwart wurde Robert Schumacher aus Zweifall und Peter Vekens aus Alsdorf zu seinem Stellvertreter gewählt.

Die erste Jugendgruppe wurde bereits im Jahre 1957/58 in Alsdorf als Nachwuchsschule für die aktive Wehr mit Erfolg gegründet. Bereits ein Jahr nach der Gründung der Kreisjugendfeuerwehr wurde in Simmerath-Paustenbach das Landesjugendfeuerwehrzeltlager und die Leistungsspangenabnahme mit großem Erfolg abgehalten. Aus ganz Nordrhein Westfahlen reisten viele  Jugendliche in die Eifel um sich im Feuerwehrwettkampf mit ihren Altersgenossen zu messen.

Erst im Jahre 1975 wird die Jugendfeuerwehr des Kreises Aachen als freier Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Auf dem zweiten Kreisjugendfeuerwehrtag werden Manfred Thelen aus Alsdorf zum neuen Kreisjugendfeuerwehrwart und Herbert Cremers zu seinem Stellvertreter einstimmig gewählt.

Im Oktober 1975 wurde in Herzogenrath-Kohlscheid eine neue Jugendgruppe ins Leben gerufen die sofort dem Kreis beitrat. Zum ersten gemeinsamen Zeltlager treffen sich im Sommer 1976 die sechs im Kreis vertretenen Jungendfeuerwehren im Tiefenbachtal bei Simmerath.

Am 25. November diesen Jahres wird die erste Jugendfeuerwehr im Bereich der Stadt Monschau, in Konzen, gegründet. In 1977 wurden  in Eschweiler-Weisweiler und Baesweiler die Nachwuchsabteilungen der aktiven Wehren gegründet. Weitere gemeinsame Aktivitäten sind aus diesem Jahr leider  nicht bekannt. Beim dritten Kreisjugendfeuerwehrtag 1978 in Herzogenrath-Kolhscheid wurde Herbert Cremers zum neuen Kreisjugendfeuerwehrwart bestellt, was die wenigsten jedoch wissen ist die Tatsache, dass  der zur Zeit amtierende Kreisbrandmeister Edwin Michel zum stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart gewählt wurde.

In 1979 wurden Mitte des Jahres die Jugendfeuerwehren Herzogenrath-Mitte und-Merkstein, nach dem die Leistungsspangenabnahme der Deutschen Jugendfeuerwehr  in Herzogenrath durchgeführt wurde, gegründet. Mit 104 Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet machten sich die Jugendwarte 1980 auf dem Weg in den Bayerischen Wald zum zweiten gemeinsamen Zeltlager. Aber nicht nur Feuerwehr stand in diesen Tagen auf dem Programm sondern Erholung und Freizeit waren von großer Bedeutung.

Die erste gemeinsame Übung aller Jugendfeuerwehren des Kreises Aachen fand 1981 in Stolberg-Mausbach in der Nähe des Wasserturms statt. Hier wurde mit den ca. 150 Jugendlichen eine große Waldbrandübung unter den Augen des damaligen Kreisbrandmeisters Hubert Hennes durchgeführt. Beim 4. Kreisjugendfeuerwehrtag wird Herbert Cremers in seinem Amt bestätigt.

1982 wurde zu Beginn des Jahres die Jugendfeuerwehr Simmerath-Mitte aus der Taufe gehoben. 

Das Jahr 1983 stand dann ganz im Zeichen der Feiern zum 10-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Kreis Aachen, die mit der zweiten gemeinsamen Übung der Jugendlichen in Lammersdorf stattfand. Im Rahmen der 100-Jahr feiern der Feuerwehr Stolberg fand der Leistungsnachweis und der fünfte Kreisjugendfeuerwehrtag in Stolberg statt. Zum neuen Jugendwart auf Kreisebene wird Willi Gillmann und Josef Klos als sein Stellvertreter ernannt. Erstmals werden bei der Delegiertenversammlung Referenten mit unterschiedlichen Aufgaben zur Entlastung des Vorstandes eingesetzt. Dies waren die Referenten für Ausbildung, allgemein Jugendarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, Sport und Finanzen. In Eschweiler-Stadtmitte wird ebenfalls eine Jugendgruppe gegründet. Der erste Lehrgang zur Schulung von Jugendfeuerwehrwarten wird in Raffelsbrand 1985 für mehrere Kreise abgehalten.

Zum 6.Kreisjugendfeuerwehrtag treffen sich die Delegierten wieder in der Kupferstadt Stolberg, die Kameraden  Willi Gillmann und Josef Klos werden in ihrem Amt bestätigt. In Würselen- Bardenberg entsteht nun auch eine Jugendgruppe. Nachdem gleich zu Beginn des Jahres 1987 in Roetgen eine weitere Jugendabteilung gegründet wurde gab es in allen Städten und Gemeinden des Kreises Aachen eine Jugendfeuerwehr. Der stellvertretende  Kreisbrandmeister Josef Thoma aus Monschau stiftet für das Schwimmturnier der Jugendfeuerwehren einen Wanderpokal.

In 1988 wird auf gemeinsamen Beschluss ein großes Zelt auf Kreisebene angeschafft, das allen Jugendfeuerwehren zur Verfügung steht. Zum dritten Mal werden Willi Gillmann und Josef Klos beim 7.Kreisjugendfeuerwehrtag der 1989 in Eschweiler stattfindet wiedergewählt. Der Löschzug Alsdorf-Hoengen gründet die zweite Jugendgruppe innerhalb der Feuerwehr Alsdorf. Lambert Greven, Stadtjugendfeuerwehrwart der Feuerwehr Eschweiler, stiftet für das “Spiel ohne Grenzen” einen Wanderpokal.

1990 wird im Sommer der Leistungsnachweis der Jugendfeuerwehren in Herzogenrath ausgetragen, dass Kreis-Zeltlager findet anschließend in Baesweiler-Beggendorf statt. Die Jugendfeuerwehr Monschau-Höfen wird gegründet.

Im Jahre 1991 werden zahlreiche weiterschulende Maßnahmen auch außerhalb des Kreises Aachen   besucht. Kreisbrandmeister Franz Linzenich stiftet einen Wanderpokal zur Austragung der Orientierungswanderungen die bis zum heutigen Tage stattfinden.

1992 hält dann das weibliche Geschlecht vermehrt Einzug in die Feuerwehr, so dass, die erste Referentin für Mädchenangelegenheiten, Michaela Roehl aus Stolberg auf dem Kreisjugendfeuerwehrtag gewählt wurde. Die Delegiertenversammlung bestätigte Willi Gillmann als Kreisjugendfeuerwehrwart, zu seinen Stellvertretern werden Karl Köhnen aus Stolberg und Ralf Hallmann aus Herzogenrath berufen. 20 Jahre nach  Gründung, 1993, beläuft sich die aktuelle Mitgliederzahl in allen Jugendfeuerwehren des Kreises Aachen auf 453, davon sind 57 Mädchen. Obwohl Kreisweit in diesem Jahr die gesamt Mitgliederzahl um 16  rückläufig war sah man doch voll Zuversicht in die nun folgenden Jahre. Das Jubiläum wurde bei der Feuerwehr in Alsdorf mit einem größeren Programm, Festzug und Vorführungen der Jugend- und Aktivenwehr unter großem Interesse der Bevölkerung gefeiert. In Eschweiler wurde ebenfalls auf Kreisebene eine gemeinsame Orientierungswanderung durchgeführt. Ein gemeinsames Zeltlager gab es in diesem Jahr jedoch leider nicht. Musste bereits in den ersten Jahren mit den öffentlichen Geldern stark gehaushaltet werden so nahm auch bei den Jugendfeuerwehren der Rotstift in 1994 deutlich an Farbe zu. Aber nichts desto trotz wurde der Nachwuchs für die aktiven Feuerwehren in den nun folgenden Jahren noch viel an attraktiven Programmen geboten. In Herzogenrath wurde anlässlich eines Jubiläums wieder ein Zeltlager für die Jugendlichen organisiert. Gemeinsam präsentierten sich die Jugendfeuerwehren im Rahmen eines großen Festzuges. Eine Übung auf Kreisebene gab es hingegen nicht. Aber die einzelnen Jugendfeuerwehren sorgten in den Städten mit eigenen Veranstaltungen für eine gute Werbung. Auch in diesem Jahr trafen sich die Delegierten der Jugendfeuerwehren zu mehreren Besprechungen auf Kreisebene um ein gemeinsames Auftreten in der Öffentlichkeit zu gewährleisten.

1996 feierten die Jugendfeuerwehren aus Monschau, Würselen-Mitte, Würselen-Bardenberg und Stolberg ihr 25-jähriges Bestehen. Zur Abnahme der Leistungsspange fuhren die Jugendfeuerwehren aus Alsdorf, Herzogenrath, Würselen und Stolberg, nach Erkelenz. Alle Gruppen aus dem Kreis Aachen bewältigten die gestellten Aufgaben und erhielten die Leistungsspange. Zum Ende des Jahres wurde ein Grundlehrgang für Jugendfeuerwehrwarte auf Kreisebene durchgeführt. In 1997 fand der Leistungswettbewerb der Jugendfeuerwehren in Langerwehe unter großer Beteiligung des Kreises Aachen statt.  Auch hier waren wieder alle teilnehmenden Gruppen erfolgreich. Das Kreiszeltlager wurde in diesem Jahr wieder in Baesweiler durchgeführt. Im Oktober reiste eine größere Delegation zum Jugendfeuerwehrtag nach Wetter an der Ruhr. Hier wurde zum ersten Mal ein Kreisjugendfeuerwehrwart  aus dem Kreis Aachen, Willi Gillmann, zum stellvertretenden Landesjugendfeuerwehrwart gewählt. Im Oktober wurde der gemeinsame Arbeitskreis zur Planung des 25-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr des Kreises Aachen ins Leben gerufen. Hier trafen sich regelmäßig Angehörige aller Jugendfeuerwehren des Kreises Aachen um das Jubiläum in einem würdigen Rahmen zu gestalten.

Kreisjugendfeuerwehrwart a.D

Willi Gillmann